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Gartenthema

Artenreichtum der Wildbienen gefährdet

Die Vielfalt der Wildbienen ist mit weltweit 20'000 Arten riesig. Es wird dokumentiert, dass in der Schweiz 585 Wildbienen-Arten leben (gemäss Bestimmungswerk 'Die Bienen der Schweiz' von Felix Amiet). Diese Vielfalt ist gefährdet, da ihre Lebensräume und ihre Futterpflanzen mit steter Bautätigkeit schwinden.Sandbienen-Weibchen (Andrena chrysosceles)Bild: Nicolas J. Vereecken, Bot. Institut Universität Zürich

Jede Wildpflanzen-Art sucht ganz bestimmte Futterpflanzen auf und fliegt nur geringe Distanzen. Mit dem Verschwinden oder mit unzeitgemässem Abmähen einer Grünfläche kann die Existenz einer gewissen Art lokal bereits gefährdet sein.
In Deutschland sind gemäss einer 2008 erstellten Roten Liste 38 Arten ausgestorben oder verschollen, 25 Arten vom Aussterben bedroht und 81 stark gefährdet.

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Funkien (Hosta) – Prächtig im Schatten, unkompliziert und langlebig

Den Funkien (Hosta) wird in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Sie sind zur Staude des Jahres 2009 gewählt worden. Eine höchst verdiente ‚Oscar’-Auszeichnung!

Hosta albomarginata (Bild Tomasz Gòrny)

Langlebig, robust, mit schönem Laub und Blüten, manche duftend, geeignet für kleine und grosse Töpfe, an halbschattigen und sonnigen Lagen. Sie passen in grosse und kleine Gärten, auf Balkone oder Fensterbretter. Funkien sind auch für Sammlerinnen ein erfreuliches Subjekt, gibt es doch gut 50 Arten und mehr als tausend Sorten, die man aus der ganzen Welt – besonders viele aus den USA – erstehen kann.

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Winterblühende Gehölze: Zaubernuss, Winterblüte, Schneeforsythie & Co.

Winterblühende Gehölze erfreuen mit ihrem Duft und ihrer Blüte. Darunter gibt es sehr attraktive, die gut in kleinere Gärten passen. Zaubernuss (Hamamelis), Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) und das Winterblühende Geissblatt (Lonicera x purpusii). Manche sind etwas heikel und nur an geschützten Orten, in Weinbau- oder Seeklima zu pflanzen.

Zaubernuss - Hamamelis 'Pallida' (Bild F. Ungricht)

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Alte Zierpflanzen wieder entdeckt

Seit kurzem setzt sich die Stiftung Pro Specie Rara für den Erhalt alter Zierpflanzen ein. In der Schweiz gezüchtete, gehandelte oder traditionelle Sorten sollen erhalten werden mit Hilfe von Gärtnereien, Institutionen, Privatpersonen und Grossverteiler COOP.

Emilia coccinea eine Sommerblume mit kleinen, kugeligen Blüten (Bild PSR)

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Galanthus – Schneeglöckchen, frühblühend, beliebt und rar

Als eine der ersten Zwiebelpflanzen streckt sich das Schneeglöckchen im Februar aus der feuchten, kalten Erde. Mit dieser kleinen Pflanze, die das Herz mancher Gartenfreunde und Sammlerinnen erobert hat, beginnt das Gartenjahr.

Wer hätte das gedacht, dass das Schneeglöckchen es dereinst zu solcher Bekanntheit schaffen würde? Klein und eher unscheinbar, so wirkt es. Doch die Aufmerksamkeit ist ihm gewiss: Eine dicht bewachsene Fläche von Schneeglöckchen unter Gehölzen bedeutet für viele Gartenfreunde das Ende des Winters.

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Winterliche Gärten

Trotz Kälte und Schnee sind viele Garten- und Parkanlagen im Winter einen Besuch wert. Raureif an Bäumen, Stauden und Gehölze mit farbigen Fruchtständen, Immergrüne mit überraschenden Winteraspekten und Hecken mit verfärbtem Laub. Es sind Details die hervorstechen, die in anderen Jahreszeiten gerne übersehen werden.

Chinaschilf (Miscanthus sinensis 'Silberfeder') im Innenhof der Swisslife Zürich (Bild Ungricht) und unten aus der Gräsersammlung der Zürcher Hochschule Wädenswil (ZHAW), (Bild Thomas Kimmich)

Die Rhododendron lassen die Blätter bei hoher
Kälte hängen; sie werden sich im Frühjahr wieder
erholen. (Bild Fredy Ungricht)
 

Pflanzen und Pflanzenschutz in der Masoala-Halle

Im Juni 2003 wurde die Masoala-Halle als Miniatur-Abbild des Nationalparks auf der gleichnamigen Halbinsel in Madagaskar als neuer, attraktiver Bestandteil des Zürcher Zoos eröffnet. Das Ökosystem hat sich gut eingependelt: die Pflanzen wachsen gut; die Tiere sind gesund und vermehren sich. 

Auf der 11'000 Quadratmeter grossen Fläche wachsen heute ca. 500 Arten und 20'000 Pflanzen, 70 % davon stammen aus Madagaskar. Darunter auch sehr seltene Pflanzen.

Vögel füttern im Winter

Eine Futterstelle kann in eisigen schneereichen Wintern eine Überlebenshilfe für Vögel sein. Dem Erhalt gefährdeter Arten (Rote Liste) dient die Fütterung hingegen nicht. Doch für Vogelliebhaber und Hobby-Ornithologinnen jeden Alters ist es interessant, Vögel von der warmen Stube aus zu beobachten.

Unter Fachleuten ist die Winter-Fütterung von Vögeln umstritten. Die einen lehnen sie strikt ab mit dem Argument, dass sich die Vögel in einem natürlichen Ausleseprozess an die harten Bedingungen des Winters angepasst hätten. Mit der Fütterung bewirke man, dass schwächere Vögel überlebten. Der Mensch greife in den natürlichen Ausleseprozess ein und störe ihn.
 

Vorsicht vor Freisetzung

Seit Anfang Oktober 2008 ist in der Schweiz die Freisetzung gewisser Pflanzen und Tiere verboten. Wer Amerikanische Goldruten (Solidago), Essigbaum (Rhus typhina) verkauft oder Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) aussetzt, macht sich strafbar. Allfällige Schäden werden dem Verursacher aufgebürdet.

Ursprünglich wurde die Verordnung über die Freisetzung geschaffen, um Freisetzungsversuche gentechnisch veränderter (GVO) und pathogener (krankmachender) Organismen zu regeln. Nun hat aber der Bundesrat die Verordnung ergänzt und den Umgang mit ‚gebietsfremden Pflanzen und Tieren, [geregelt] um die Verdrängung einheimischer Arten einzudämmen’. Ziel ist es, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten.

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