Back to top

Rezension

Wer an einen Gemüsegarten denkt, hat vermutlich das klassische Modell aus den Nachkriegsjahren, 6 Meter lang, 1.2 Meter breit vor Augen. Oft gesehen in Schrebergärten und Familiengärten. Der Gemüsegarten muss einen produktiven Beitrag an die Versorgung mit Nahrungsmitteln leisten. Robert Elger zeichnet mit seinem Buch ein völlig neues Bild von Gemüsegärten. Mit einer neuen Herangehensweise an den Boden und die Pflanze zeigt er ein ökologisches Modell auf in dem die Bedürfnisse der Pflanzen und dem Lebensraum Boden optimal aufeinander abgestimmt sind.

Im Vergleich mit dem Umgang mit Pflanzen und Erde ist die Bearbeitung von Stein einiges schwerfälliger und liegt vielen Gärtnerinnen und Gärtnern nicht so nahe. Gleichwohl bilden Steine und Beton Ankerpunkte in der Gartengestaltung. Leif Qvist zeigt in seinem Buch mit seinen 50 Ideen und Anleitungen für Heimwerker auf eindrückliche Weise, wie man einen Zugang finden kann.

Orte der Ruhe gestalten und geniessen. „Ein Menschheitstraum: Die Erde in einen blühenden Garten zu verwandeln. Wer Träume verwirklichen will, muss tiefer träumen und wacher sein als andere.“ Karl Foerster. Dieses im Buch enthaltene Zitat umschreibt die Intention der Autorin wohl am treffendsten.

Mit einem auf halber Höhe abgesägten Stamm, einem mit Unkraut bewachsenen Stück Boden begrüsst das Buch auf den ersten Seiten neugierige Leserinnen und Leser.

Andrea Christmann zeigt in ihrem Buch ein grosses Spektrum unterschiedlicher Landhaus Gärten. Sie verortet diese Gartengestaltungsideen in den Cottage Gärten aus England. Charakteristische Gestaltungselemente sind grüne Oasen, Staudenbeete, Wege und Plätze aus Natursteinen oder Klinker.

Eine schöne Blumenwiese auf einer Alp ist der Archetyp dieses Pflanzenkonzeptes.  Die Autorin Dorothée Waechter befasst sich in diesem Buch mit den verschiedenen Arten von Blumenmischungen. Eigentlich liegt es auf der Hand, dass die Natur keine Monokultur kennt und Pflanzen meistens in Sozietäten vorkommen.

Viele Gartensachbücher befassen sich mit der Gestaltung und Planung von Gärten. Dass jemand explizit den Fokus auf die Pflanzen setzt ist bemerkenswert. Bei der Gattungs- und Artenvielfalt der Pflanzen gibt es unendlich viele Kombinations- und Anordnungsmöglichkeiten. Wie man zu kreativen und stimmigen Lösungen kommt zeigt dieses Buch umfassend auf.

Charmante Pflanzen Arrangements und fantasievolle Miniaturgärten.

Genussvoll gärtnern mit Küchen- und Wildkräutern: Der Autor schlägt in seinem Buch den Bogen von der Entstehung und Einfuhr der Kräuter in die nördliche europäische Region bis zur heutigen Kultivierung und Verarbeitung.

Von leidenschaftlichen Sammlern, fernen Ländern und besonderen Sorten. Catherine Vadon ist Dozentin Muséum d’Histoire naturelle de Paris. Sie zeichnet in ihrem umfassenden Werk die historische Bedeutung der Orchideen und deren Verbreitung in der westlichen Welt bis zur Gegenwart nach.

Das grosse Buch der Gartengestaltung trägt seinen Titel zu Recht. Zum einen sind es die räumlichen Dimensionen das Buches zum anderen betrifft es den Umfang des Inhalts und des Bildmaterials.

Jetzt ist wieder Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Eine der beliebtesten und zugleich anspruchslosesten Zwiebelpflanze ist die Narzisse. Wer eine Packung Narzissen beim Grossverteiler einkauft und allenfalls die Pflanzeninfos liest, weiss praktisch Nichts über die Vielfalt, die hinter dieser Pflanze steckt.

Wolfgang H. Niemeyer, Landschaftsarchitekt in München, widmet sich in seinem Buch der ganzen Breite des Themas Rasen. Er erweitert massiv den Horizont von Hobby-Rasenpflegern und Einfamilienhausbesitzern.

Es ist sicher verdienstvoll, über das Thema möglichst vielseitig informieren zu wollen und möglichst keine Partei zu ergreifen. Nur hat mich beim Lesen genau diese Frage beschäftigt: Warum kommen dann positive Aspekte von Neophyten überhaupt nicht vor? Es geht ausschliesslich darum, die Pflanze zu erkennen und zu bekämpfen. So heisst der Untertitel dieses Buches, der deutlich Partei ergreift.
 

Klostergärten, Schaugärten von Gärtnereien, Schulgärten, Kurgärten, Künstlergärten, Hotelgärten, Permakultur-, Kräuter- und Alpengärten – die Vielfalt an verschiedenen Anlagen ist erfreulich. Ausserdem sind erstaunlich viele Privatleute bereit, ihre Gartentüren interessierten Besucherinnen zu öffnen. Die Gärten sind wie beim bereits erschienen Gartenreiseführer Deutschland nach Bundesländern geordnet. Ein kurzer Beschrieb der Anlage verschafft einen Überblick, Hinweise zu den Öffnungszeiten, genaue Adresse und Erreichbarkeit sind jeweils in der Randspalte abgedruckt. Auf ein paar spezielle Gärten herausgepickt: Der Klimaschutzgarten in Gosdorf/Steiermark ist zugleich ein Hummelparadies. Ein Lehrpfad zeigt die Vielfalt an Hummeln und ihre Gefährdung auf. Da natürlich auch viele Futterpflanzen im Garten stehen, tummeln sich viele Hummeln Im 18’000m2 grossen Garten sind auf 18'000 m2 verschiedene Lebensbereiche wie Feuchtflächen, Schattenbereiche, Gräser, Rosen und noch einiges mehr zu entdecken. Taglilien sind unkomplizierte, prächtige Stauden, die es in riesiger Sortenvielfalt gibt. Siegfried Hofstätter pflegt in seiner Taglilienwelt (in Welt/Oberösterreich) mehr als 10'000 davon. Seit 20 Jahren sammelt der Liebhaber Taglilien. Daneben wachsen aber auch viele andere Pflanzen in seinem Garten. Wenn Sie schon in der Nähe sind, dürften Sie die Staudengärtnerei Sarastro (Ort im Innkreis) nicht verpassen. Christian Kress ist ein passionierter Gärtner mit dem Auge für spezielle Stauden. Das Sortiment umfasst mehr als 3000 Sorten. Hier entdecken Sie Stauden, die sonst kaum erhältlich sind. Im Schaugarten werden viele interessanten Kombinationen getestet oder bewährte schön präsentiert. Interessant dürfte der Experimentiergarten von Veronika Waltz (Probstdorf, Niederösterreich). Die Gartengestalterin und Autorin probiert hier Kombinationen aus mit einem besonderen Augenmerk auf die Farbzusammenstellung Sie verkauft ein kleines Sortiment an Samen, Pflanzen und Büchern.