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Gras, Rasen, Wiese, extensiv Rasen, Blumenrasen, Blumenwiese oder Spontanbegrünung

Wer sich mit der Gestaltung von Grünflächen befasst dem bieten sich viele Optionen. Am einfachsten fällt der Entscheid, wenn man weiss wie die künftige Fläche genutzt werden soll. 

Mit Gras ist hier nicht Hanf gemeint, auch wenn zunehmend legale Anbauflächen entstehen. Flächen für Spontanbegrünung, extensive Rasen, Magerwiesen bilden die am anspruchlosesten Grünflächen. Sport- und Zierrasen befinden sich bezüglich Aufwand am anderen Ende der Skala.

Vereinzelte Begehbarkeit
Wenn Begehbarkeit ein untergeordnetes Kriterium ist, kommen Spontanbegrünung, extensiver Rasen, Zierrasen, Blumenrassen, Blumenwiese oder Gras in Frage.

Für die Spontanbegrünung genügt es, wenn man einen Kieskoffer aufträgt. Der Rest wird der Natur überlassen. Durch Sameneinflug wachsen bereits nach wenigen Wochen die ersten Pionierpflanzen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist allenfalls die Abwehr von Gehölzen erforderlich. Für extensive Rasenfläche wird nur eine stark reduzierte Humusschicht aufgetragen. Je nach Blumenwiesentyp genügt der gleiche Untergrund. Für Gras, das allenfalls auch für Tierfutter genutzt wird, existieren unterschiedliche Mischungen und es muss eine normale Humusschicht aufgetragen werden.

Aufwand für Unterhalt

Ein weiteres Kriterium, das gut überlegt sein will, ist die Frage des Unterhalts. Wieviel soll investiert werden in die Rasenpflege?

  • Wöchentliches Mähen oder nur 2x im Jahr schneiden
  • Regelmässige saisnonale Beseitigung von Unkräutern und Moos
  • Ausbringung von Dünger
  • Bewässerung

In der Regel erfordert eine intensivere Nutzung der Grünfläche auch einen höheren Pflegeaufwand. Ist eine intensivere Nutzung gegeben, dann kommen oftmals nur verschiedene Rasenflächen in Frage.

Wer gerne den Rasen im Sommer als Spiel- und Liegefläche nutzt achtet darauf, dass keine Bienen sich am Boden aufhalten. Daher ist es sicher sinnvoll, wenn keine blühenden Unkräuter oder Kräuter im Rasen wachsen.

Zier- oder Blumenrasen?

Ein Rasen besteht aus verschiedenen Grasarten, die entsprechend des Rasentyps in unterschiedlichen Verhältnissen zusammen gemischt werden. Es ist wichtig, die Rasenmischung dem Standort anzupassen, denn nur so entwickeln sich die Gräser optimal und der Pflegeaufwand bewegt sich in einem vernünftigen Rahmen. Höhenlage, Feuchtigkeit, Sonne und Schatten sowie die natürlichen Gegebenheiten spielen bei der Wahl der Rasenmischung eine zentrale Rolle. Und natürlich kommt es darauf an, welchen Anspruch der Gartenbesitzer an sein Grün hat und wie er ihn nutzen möchte. Ist es doch ein gewaltiger Unterschied, ob ein Rasen durch Sport und Spiel stark belastet oder einfach nur zur Zierde angelegt wird. 

Gebrauchsrasen für die Unkomplizierten

In den meisten Fällen soll ein Rasen rund ums eigene Haus unkompliziert und belastbar sein. Der Haus- und Freizeitrasen ist die verbreitetste Rasenart und dementsprechend ein richtiger Allrounder. Durch ihren dichten Wuchs verträgt diese Rasenmischung die tägliche Belastung durch das Begehen und das Spielen der Kinder. Dieser Rasentyp sollte  alle 14 Tage gemäht werden.

Zierrasen für die Ästheten

Der Zierrasen ist etwas fürs Auge, denn die dichte Grasnarbe präsentiert einen dichten, grünen Teppich. Um dieses Bild zu erhalten, bedarf es mehr Arbeit als beim Gebrauchsrasen. Zwar muss niemand mit der Schere jeden Grashalm einzeln stutzen, doch ein regelmässiger Schnitt zirka alle zehn Tage ist Pflicht. Damit keine Moose, Kräuter und andere Gewächse durchkommen, sollte der Rasen mehrmals pro Jahr intensiv bearbeitet werden. Ein Zierrasen ist ideal für ruhige Ecken im Garten, die eher selten benutzt werden. Die feinen Grashalme vertragen es nur schlecht, wenn auf ihm herumgetrampelt werden.

Schattenrasen für die Zwielichtigen

Schattenlagen bereiten den Rasenflächen Probleme durch Moos und Unkräuter. Solche Standorte schränken das Wachstum der Rasengräser durch reduzierte Assimilationskraft stark ein. Damit das verbleibende Licht optimal genutzt werden kann, muss die Blattoberfläche der Gräser vergrössert werden. Das bedeutet in der Praxis, dass der Rasen höher und seltener, zirka alle 21 bis 28 Tage, geschnitten werden sollte. Für schattige Standorte sind im Fachhandel spezielle Mischungen erhältlich.

Strapazierrasen für die Sportlichen

Ein Strapazierrasen eignet sich besonders gut für Sport- und Spielflächen, da er wesentlich strapazierfähiger und trittfester ist als herkömmliche Rasen. Ebenso sollte er unter fussballerischen Höchstleistungen scherfest und regenerationsfähig bleiben. Dieser Rasentyp muss aber nicht zwangsläufig als Sportrasen verwendet werden. Man trifft ihn zum Beispiel auch im Freibad an, wo sich die Menschen auf der Liegewiese fläzen und die Sonne geniessen. Er sollte alle zehn bis 14 Tage gemäht werden.

Blumenrasen für die Naturverbundenen

Der Blumenrasen verbindet die Vorzüge eines Rasens mit denjenigen einer Blumenwiese. Entgegen dem klassischen Bild wirkt diese Rasenart naturbelassen und erinnert an eine Wiese; verschiedene Blüten verleihen ihr besonderen Charme. Ausserdem ist sie Lebensgrundlage für viele Insekten und unterstützt das ökologische Gleichgewicht.

Ein besonderer Vorteil ist zudem, dass dieser Rasen nicht ständig gemäht werden muss und das Entfernen des Unkrautes wegfällt. Ein Blumenrasen wächst nicht so hoch wie eine Blumenwiese und kann wie ein herkömmlicher Rasen betreten werden. Je nach Bedürfnis und Nutzung wird der Blumenrasen alle 14 bis 28 Tage gemäht.

Bilder: OHS: Otto Hauenstein Samen AG

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