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Rosen: gut gewählt, ist halb gepflegt

Bei der Vielzahl von Rosen-Sorten, die mit jedem Jahr grösser wird, ist es nicht einfach, geeignete Sorten auszuwählen. Unbefriedigende Erfahrungen mit Rosen machen viele Gärtnerinnen und Gärtner. Das muss nicht sein: Elisabeth Oberle, Rosenfachfrau aus Winterthur empfiehlt pflegeleichte Sorten für kleinere bis mittlere Gärten.

Rosa moschata 'Umbrella'

Es gibt berühmte Pflanzenverwender, die an Rosen verzweifelt sind und sie aus ihren Gärten verbannt haben. Zum Beispiel Christopher Lloyd in Great Dixter (GB), der genug hatte vom pflegeintensiven Rosengarten seiner Mutter, die Rosen rauswarf und an ihrer Stelle einen bunten Exotengarten pflanzte.

'Betty Prior' (Bild: pictokon)

Für kleinere Gärten gibt es eine Reihe von unkomplizierten Rosen, die sich gut für die Kombination mit Stauden eignen. Die Rosenfachfrau Elisabeth Oberle von der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde (GSRF) hat eine Empfehlung, die erstmals in der Zeitschrift ‚Vivace’ der Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde (GSS) abgedruckt wurde.


Art der Rosenpflanzungen

In öffentlichen Grünanlagen sieht man noch gelegentlich grossflächige Rosenpflanzungen mit sogenannten Bodendecker-Rosen. Der Boden ist während einer langen Zeit im Jahr unbedeckt und die Pflanzungen sind häufig nicht sehr ansehnlich.
Heute werden Rosen meist mit anderen Gehölzen, Stauden oder Gräsern kombiniert. Dazu eignen sich kleinere, mehrfach blühende Strauchrosen.                  'The Fairy'

Für kleinere Gärten:

m= mehrmals blühend   e= einmal blühend

In Kombination mit diesen Rosen eignen sich folgende Stauden-Arten: Storchschnabel (Geranium), Steinquendel (Calamintha), Katzenminze (Nepeta), Salbei (Salvia), Frauenmantel (Alchemilla), Origanum, Zierlauch (Allium), Anemonen (A.sylvestris, A. coronaria), Astern (Aster x frikartii), Iris, frühe Zwiebelpflanzen usw.

'Château de Vaumarcus'

 

Für mittelgrosse Gärten:


Geeignet sind mehrfach blühende Strauchrosen (historische und neuzeitliche), die gut unter Schnitt gehalten werden können.

Begleistauden: verschiedene Kräuter, Storchschnabel (Geranium), Ziergräser, Rittersporn (v.a. Belladonna-Hybr.), Glockenblumen (Campanula lactiflora-Sorten), Präriekerze (Gaura), Flammenblume (Phlox), Eisenkraut (Verbena bonariensis), Königskerzen (Verbascum) u.a.
Gehölze: Buchs (geschnitten), Bartblume (Caryopteris) u.a.
                                                                                                   'Rose de Resht'
 

Solitär-Rosen für grössere Gärten (Tabelle)

 

'Golden Wings'
 

Tipps:

Düngung

Rosen brauchen einen nährstoffreichen, tiefgründigen Boden. Die meisten ihrer Begleitstauden ziehen jedoch nährstoffarme Böden vor (Kräuter, Katzenmine, Storchschnabel usw). Deshalb darauf achten, dass ausschliesslich die Rosen den Dünger erhalten und die Stauden nicht mitgedüngt werden.

Jetzt bestellen, Anfang Frühjahr pflanzen

Sinnvoll ist es, sich jetzt mit der Wahl der Rosen zu befassen, die Sie im nächsten Frühjahr pflanzen möchten und rechtzeitig auf Ende Winter zu bestellen. Die Rosen werden wurzelnackt geliefert. Jetzt bereits liefern lassen, macht keinen Sinn, da sie nicht ideal gelagert werden können (dunkel, kühl, feucht). Bei trockenem Boden und nicht zu grosser Kälte können die Rosen aber auch noch gepflanzt werden.

Bezugsquellen für Rosen:

http://shop.garten.ch/cgi-bin/gartench.cgi?lang=ch&funktion=shop

Alain Tschanz, Roseraie, 1123 Aclens
Http://www.rosiers.ch
Die Bilder stammen vom Web-Katalog von Alain Tschanz mit freundlicher Genehmigung.

 

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