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Garten einwintern - schneiden, abdecken oder stehen lassen?

Vieles möchte man den Winter über stehen lassen: bunt verfärbte Gräser, Wildrosen mit ihren Hagebutten, Stauden mit dekorativen Fruchtständen. Einerseits weil viele Pflanzen schön aussehen im Raureif, aber sie bieten auch Tieren Nahrung.

Der Schneefall hat in diesem Jahr die Absichten durchkreuzt. Das Einwintern der Gärten gestaltet sich in diesem Jahr also etwas anders. Was man sonst stehen gelassen hat, muss nun weichen. Mit Vorteil nimmt man eine Heckenschere. Die Gräserhorste sollen möglichst bodennah geschnitten werden, da sie sonst faulen. Umgeknickte Stauden werden auf die gleiche Weise geschnitten. Winter- oder immergrüne Gräser und auch Bambusse lässt man besser noch stehen. Sie werden mit Vorteil erst im Frühjahr geschnitten. Mit einem vorzeitigen Schnitt gerät zuviel Feuchtigkeit an den Wachstumspunkt und die Pflanzen drohen zu faulen.

Bambussen liegen zwar nach dem Schneefall auch flach, doch deswegen sollte man sich keine Sorgen machen. Mit ihren elastischen Trieben werden sie sich wieder erholen im nächsten Frühjahr. Ein Schnitt würde die Pflanze im Wuchs um Jahre zurück werfen. Anders die Pampasgräser, die geknickt dastehen. Die halbhohen Halme werden zusammen gebunden, so dass sie geschützt sind vor zu viel Nässe.

Die Stummel der abgebrochenen Äste von Gehölzen sollten sauber abgeschnitten oder abgesägt werden. Mit den Ästen und zusätzlich etwas Laub kann in einer Ecke des Gartens ein Haufen als Unterschlupf für Tiere geschaffen werden.

Viele Rosen sind gut winterhart und brauchen keinen Schutz. Bei empfindlicheren Sorten bieten Weisstannen-Äste Schutz, die um den Rosenstrauch gelegt oder gebunden werden. Mehr als ein ausgleichender Schnitt (alle Triebe ähnlich hoch) und das Ausschneiden abgestorbener Trieben braucht es nicht zu dieser Jahreszeit. Der grosse Rückschnitt wird dann im April erfolgen.
Empfindliche Stauden und Gehölze kann man ebenfalls gut schützen mit Weisstannen-Ästen (in Bodennähe) oder einem Vlies.

Chinaschilf im winterlichen Garten
(Bild: Thomas Kimmich)

 

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