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Hitze und Trockenheit im Garten? Mit den richtigen Pflanzen kein Problem!

Bild BGL

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst in unseren Gärten angekommen. Längere Hitzeperioden und ausbleibender Regen setzen nicht nur Pflanzen, sondern auch uns Menschen spürbar unter Druck.

Was früher als Jahrhundertsommer galt, entwickelt sich zunehmend zur neuen Normalität – mit direkten Konsequenzen für die Planung und Gestaltung privater Gärten. Viele Gartenbesitzende stehen daher vor der Frage: Wie lässt sich der Garten an diese veränderten klimatischen Bedingungen anpassen? Klar ist: Klassische, wasserintensive Gartenkonzepte stossen an ihre Grenzen. „Trinkwasser für die Beregnung ist mittel- bis langfristig keine Option – zu teuer und möglicherweise in absehbarer Zeit ohnehin verboten“, erklärt Uschi App vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). „Nachhaltige Lösungen wie Regenwassernutzung und eine Pflanzenauswahl, die mit weniger Wasser auskommt und gleichzeitig auch in längeren Trockenphasen attraktiv bleibt, sind gefragt.“

Bild BGL: Verschiedene mediterrane Pflanzen eignen sich hervorragend für die Pflanzung an trockenen und sonnigen Standorten, wie zum Beispiel der Lavendel.

An der Natur orientiert

Ein Blick in die Natur liefert wertvolle Hinweise. Pflanzen, die an Extremstandorten gedeihen, zeigen eindrucksvoll, wie Anpassung funktioniert. Auf kargen Böden, bei intensiver Sonneneinstrahlung und minimaler Wasserversorgung behaupten sich Arten, die mit Hitze- und Trockenstress bestens umgehen können. Genau diese Eigenschaften machen sie zu idealen Kandidaten für zukunftsfähige Gärten. Besonders nordeuropäische Steppengräser und trockenheitsverträgliche Stauden haben sich in den vergangenen Jahren als wichtige Gestaltungselemente etabliert – sowohl im öffentlichen Grün als auch in privaten Gärten. Sie überzeugen nicht nur durch ihre Robustheit, sondern auch durch ihre ästhetische Vielfalt und ihren vergleichsweise geringen Pflegebedarf. Zu den empfehlenswerten Pflanzen zählen unter anderem das Federgras (Stipa tenuissima), das mit seinen filigranen Halmen Leichtigkeit in die Pflanzung bringt, der Blauschwingel (Festuca glauca), ein kompakter Ziergras-Klassiker mit silbrig-blauer Färbung, und der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) mit seinen insektenfreundlichen Blüten. Ein echter Gartenschmuck ist auch der Sonnenhut (Echinacea), der Hitze gut verträgt und farbliche Akzente setzt. Er wird oft mit lockeren Partnern wie Katzenminze (Nepeta) oder mit strukturbildenden Pflanzen wie Gräsern und Disteln kombiniert, weil das Beet dadurch natürlicher und lebendiger wirkt. Auch die Schafgarbe (Achillea) ist eine äusserst robuste Staude mit langer Blütezeit, je nach Sorte mit weissem, gelbem, rosa oder rotem Flor. Verschiedene mediterrane Pflanzen eignen sich ebenso hervorragend für die Pflanzung an trockenen und sonnigen Standorten, wie zum Beispiel Lavendel (Lavandula), Blauraute (Perovskia), Wolfsmilch (Euphorbia) oder Fetthenne (Sedum), die alle selbst auf mageren Standorten zuverlässig gedeihen.

Bild BGL: Ein echter Gartenschmuck ist der Sonnenhut (Echinacea), der Hitze gut verträgt und farbliche Akzente setzt.

Know-how und Erfahrung

Die Profis für Garten und Landschaft empfehlen möglichst vielfältige Gärten und kombinieren Stauden und Gräser, die ähnliche Ansprüche haben: sonnig, warm und eher trocken. Uschi App: „Neben der Pflanzenauswahl spielen auch Bodenvorbereitung und Gestaltung eine wichtige Rolle. Durchlässige, mineralische Substrate, Mulchschichten zur Reduktion der Verdunstung und eine standortgerechte Pflanzplanung tragen entscheidend dazu bei, den Wasserbedarf zu minimieren.“ In jedem Fall lohnt es, eine fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen, auch um sicher zu gehen, dass Pflanzen ausgewählt werden, die langfristig stimmige Beete bilden. Nicht zuletzt ist der Aspekt Winterhärte zu bedenken, hier spielt die Kenntnis und Erfahrung der Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner mit den regionalen und lokalen Witterungsverläufen eine entscheidende Rolle. Uschi App: „Der klimafeste Garten kann eine Chance sein für neue, naturnahe Gestaltungskonzepte, mehr Biodiversität und langfristig auch geringeren Pflegeaufwand. Wer heute umdenkt, schafft nicht nur einen widerstandsfähigen Garten, sondern auch ein Stück Zukunft vor der eigenen Haustür.“ Weitere Informationen und Bilder zu verschiedenen Themen rund um Gärten im Klimawandel finden sich auf www.mein-traumgarten.de. Dort stehen auch die Kontaktdaten zu qualifizierten Betrieben.

Bild BGL: Die Profis für Garten und Landschaft empfehlen möglichst vielfältige Gärten und kombinieren Stauden und Gräser, die ähnliche Ansprüche haben: sonnig, warm und eher trocken.

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