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Blumen für die Kunst 2026

Blumen für die Kunst 3.3.–8.3.2026, Aargauer Kunsthaus Florale Interpretation: Marie Bongard, Männedorf Werk: Silvia Bächli + Eric Hattan, Quer, 2017 Aargauer Kunsthaus / Ankauf, 2017 Foto: David Aebi, Burgdorf

Das Erfolgsrezept – die Verbindung von Floristik und Kunst - überzeugt auch in der zwölften Ausgabe von Blumen für die Kunst. Wie Blüten, Zweige und Gräser insbesondere die zeitgenössische Kunst auf ihre ganz besondere Art und Weise vermitteln und beleben, das war in der letzten Woche im Aargauer Kunsthaus zu erleben.

Filigrane Installationen über summendem Ventilator, duftende Mimosen vor abstrakter Malerei: Meisterwerke von Blumengestaltenden aus der ganzen Schweiz und ein Berliner Ikebana Meister setzten für die Ausstellung auch 2026 wieder neue Akzente.

Die floralen Interpretationen von Werken aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses begeisterten erneut tausende von Menschen. Unter strahlend blauem Himmel strömten die Zuschauenden über den Aargauerplatz ins Kunsthaus.

Während sechs Tagen besuchten 18'706 Menschen die spartenübergreifende Ausstellung. Damit hat die Ausgabe 2026 die Erwartungen des Aargauer Kunsthauses und des Vereins FLOWERS TO ARTS erneut übertroffen. Trotz der hohen Zahl an Besuchenden konnte der Publikumsstrom mit den Zeitfenstern jederzeit gut durch das Kunsthaus gelenkt werden.

Die Besuchenden nahmen sich viel Zeit, das Zusammenspiel von Floristik und Kunst zu betrachten. Zu entdecken gab es 14 verschiedene Kreationen von 15 talentierten Floristinnen und Floristen aus der ganzen Schweiz und einem internationalen Gast aus Berlin, ausgewählt vom Verein FLOWERS TO ARTS. Einige von ihnen hatten schon in früheren Jahren bei Blumen für die Kunst mitgewirkt. Alle Blumengestaltenden bringen jeweils ihre persönliche Note und ausgeklügelte Konzepte in die floralen Kreationen mit ein. Sie wählten für ihre Arbeit Werke von Kunstschaffenden aus der aktuellen Ausstellung Sammlung 26.

Die Abstraktion in der zeitgenössischen Malerei scheint dieses Jahr besonders inspirierend gewirkt zu haben, darunter auch regionale Kunst. Gleich drei Gemälde der Aargauer Künstlerin Barbara Müller, die Farbflächen auf Leinwänden ineinander fliessen lässt, wurden ausgewählt. Die Interpretationen nahmen die wolkenartigen Formen mit Gehölzen auf, zeigten Kontrapunkte mit blühenden Traubenhyazinthen oder mit gefärbtem Gemüse wie Blumenkohl und Broccoli.

Dem Mikrophon von Guido Nussbaum setzte Kathrin Muggli eine vielstimmige Blütensymphonie in Pink und Rosatönen entgegen. Gast aus Berlin, Nicolaus Peters – Gast aus Berlin – griff aus Jean Pfaffs Spaltkasten die Spektralfarben sowie die rohe Leinwand auf und arrangierte dazu eine von Ikebana inspirierte florale Skulptur.

Marcel Gabriel erweiterte Roman Signers Aktionskunst mit einer hängenden Gräser-Skulptur in den Raum hinein, ebenso Marie Bongard mit ihren schwarzen Pflanzkübeln, in die sie Pflanzenstiele von nicht verkauften Sträussen stellte – als Gegenüber zu Silvia Bächli / Eric Hattans Installation Quer aus gebrauchten Möbelteilen.

Insgesamt wurden in dieser Woche 146 Führungen und Veranstaltungen durchgeführt. Die erstmals angebotenen Sketching-Workshops in der Ausstellung fanden sofort ein Publikum, ebenso die Konzerte mit der Jazz-Sängerin Caroline Ferrera am Sonntag. Die von Floristen und Kunsthistorikerinnen geleiteten Tandem-Führungen und die floralen Workshops für Erwachsene und für Familien waren auch dieses Jahr schon im Vorverkauf ausgebucht. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden zusätzliche Führungen ins Programm aufgenommen. Bereits zum fünften Mal fanden eine Führung in Gebärdensprache und zum vierten Mal eine Führung für Menschen mit Sehbehinderungen statt.

Das Aargauer Kunsthaus, der Verein FLOWERS TO ARTS und alle Mitwirkenden schauen bereits vorwärts und freuen sich auf die nächste Ausgabe von Blumen für die Kunst vom 2. bis 7. März 2027

Bild: Blumen für die Kunst
3.3.–8.3.2026, Aargauer Kunsthaus
Florale Interpretation: Marie Bongard, Männedorf
Werk: Silvia Bächli + Eric Hattan, Quer, 2017
Aargauer Kunsthaus / Ankauf, 2017
Foto: David Aebi, Burgdorf

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