Back to top

Genmais und Gensoja: EU will Rückstände in Futtermitteln akzeptieren

Vordergründig geht es um neue Analyseverfahren von Futtermitteln, welche der Europäische Rat diese Woche (8./9.2.11) diskutiert. Tatsächlich geht es aber darum, dass Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Pflanzen zugelassen werden. Es wird erwartet, dass der Rat gegen die Interessen von Konsumentinnen und für die Futtermittelproduzenten entscheidet.
Bild: Sojabone/WikiCommons, Burgkirsch

Gentechnisch veränderte Mais- und Sojasorten, die vor allem in den USA angebaut werden, sind in der EU nicht zugelassen. Nun soll es aber möglich sein, die gleichen gentechnisch veränderten Pflanzen in Futtermittel zu mischen.
Umweltverbände und Biobauern sind empört, dass bestehende Gentechnikgesetze der EU übergangen werden. Für eine Zulassung müssen laut Gesetz gentechnische Pflanzen einer Prüfung unterzogen werden, bevor sie eine Zulassung bekommen.

Wie es aussieht, werden sich die EU-Minister für das neue Analyseverfahren aussprechen und die Verunreinigung in Futtermitteln akzeptieren, ganz im Sinne der Produzenten. In der Vergangenheit wurden immer wieder in allen EU-Staaten Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Pflanzen - meist aus den USA - festgestellt. Auch Eiweissfutter stammt zu 90 Prozent von gentechnisch veränderten Pflanzen. In einem Zulassungsverfahren der EU-Sicherheitsbehörde wurde dies aber als unbedenklich bewertet.

(Quelle: nachhaltigkeit.org)

Noch keine Bewertungen vorhanden