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Mosaik Schrittplatten für den Garten selber herstellen

Wer sich in Gehölz und Staudenrabatten bewegt, zum Jäten, Sträucher und Stauden zurückzuschneiden, hinterlässt über kurz oder Lang Spuren

Stellen, wo man häufig hintritt werden kahl und sind dann eine beliebte Wachstumszone für Beikräuter oder Unkräuter, je nach Sichtweise.

Ein weiteres Ärgernis sind die schmutzigen Schuhe. Dem kann man einfach mit kleinen Trittplatten entgegenhalten. Eine Möglichkeit sind natürlich flache gebrochene Natursteinplatten aus Granit oder Kalkstein. Zementplatten sind auch eine Möglichkeit, meistens wirkten sie optisch nur suboptimal. Auch die aus Zement nachgebildeten Naturplatten überzeugen noch nicht zu 100%.

Bild: garten.ch frisch gesetzte Trittplatten in Staudenrabatte

Eine schöne Alternative sind selbergemachte Trittplatten aus Zement und Natursteinen. Der Phantasie sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Was es braucht:

  • Zement: Anstelle von reinem Zement ist auch die Verwendung von gemischtem Mörtel möglich (Esterich).
  • Sand: Hier eignen sich verschiedene Sandarten. Mit Zement im Verhältnis von 1:2 gemischt bekommt man eine stabile Mischung.
  • Verzögerer, Retarder z.B. von SIKA, diese Mittel verzögern den Abbindeprozess des Zementes. Man hat so wesentlich länger Zeit das Mosaik zu erstellen. Im Bauhandel gibt es auch Mörtel, der langsamer oder schneller abbindet.
  • Öl: Mit Speiseöl die Formen einreiben, damit sich die Form gut löst.
  • Form: Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Aus Styropor lässt sich einfach eine beliebige Form schneiden. Springformen für Kuchen eignen sich bestens für runde Platten.
  • Armierungseisen: Platten die grösser als 50cm sind, sollten mit dünnen Eisen bestückt sein, damit sie besser halten. Je drei runde dünne Eisenstäbe in jeder Richtung in die Platte legen.
  • Material für das Mosaik: flache Flussteine, Kieselsteine, Glasbruchstücke etc.

Bild: garten.ch Das Mosaik der Künstlerin Sabine Schäle fügt sich stimmig in die Umgebung ein

So wird es gemacht:
1. Material für Mosaik beschaffen. Kieselsteine unterschiedlicher Grössen, Formen und Farben suchen. Dazu eignet sich am besten ein grosser Fluss mit Kiesbänken.  Flache Steine in der grösse von Münzen eignen sich am besten.

2. Form vorbereiten, Styropor, Kuchenform, Holzrahmen, etc.
3. Zement, Sand, Verzögerer mit Wasser anrühren und in die Form füllen. Die Platte sollte ca. 4 bis 5 cm dick sein, je nach Grösse der Platte.
4. Nun die Steine in den Mörtel drücken. Allenfalls mit einem kleinen runden Brettchen die Steine alle auf die gleiche Höhe ausrichten.
5. Die Platten zum aushärten an einem schattigen Ort beiseite legen. Je nach Beimischung des Retarders dauert es 48 Stunden bis die Platten ausgehärtet sind. Allenfalls kann man Zwischendurch mit einer Bürste und etwas Wasser Zementreiste von den Kieselsteinen entfernen.  
6. Platte aus der Form lösen und überschüssigen Zement entfernen, z.B. mit einem harten Stein.
7. Wer möchte, dass die Platte möglichst lange neu aussieht, kann sie mit einem geeigneten Mittel zur Versiegelung von Natursteinen behandeln. Freunde von Moos und Algen auf Steinen verzichten besser auf den letzten Behandlungsschritt.
 

Bild: garten.ch Liegende Steine

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