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Bunte Türwächter für ein freundliches Willkommen

Bild Picturegarden Rohner: Die klassischen Garden-Mums eignen sich besonders gut als Türwächter, da sie eine enorme Fernwirkung garantieren.

Pflanzen machen Eindruck, vor allem, wenn sie stimmungsvoll an der Haustüre platziert sind. Als pflanzliche Türwächter lassen sie vergessen, dass der Sommer sich verabschiedet und die kalte Jahreszeit naht. Ausgesuchte Gefäss- und Pflanzenkombis zeugen von Geschmack und Individualität. Wohin gehen die Trends? 

Türwächter sorgen schon vor der Begrüssung für einen freundlichen Empfang…
Viele Gartenprojekte beschäftigen uns zum Ende des Sommers – Kürbisse wollen eingemacht, Kartoffeln geerntet, Nüsslisalat, Winterspinat und Radiesli ausgesät werden. Dabei vergisst man gerne, dass sich der Winter nähert und die bunte Pflanzenpracht schrittweise von Balkon und Garten verschwindet.

Bild Picturegarden Rohner: Herbstlicher Türwächter im Country-Stil mit Chrysanthemen, Efeu und Heidekraut im Weidekorb.

Bild Picturegarden Rohner: Die klassischen Garden-Mums eignen sich besonders gut als Türwächter, da sie eine enorme Fernwirkung garantieren.

Blickfang und Dekoration
Pflanzliche Türwächter helfen dabei, die Saison bis zum Winter zu verlängern. Der Begriff «Türwächter» bezeichnet bepflanzte Gefässe und Skulpturen an der Haustür, die für ein einladendes Bild sorgen. Sie verraten auf den ersten Blick: «Schön, dass Du hier bist, Du bist herzlich willkommen!» Viele Jahre haben Terrakotta-Pflanzkübel den Aussenraum bestimmt. Auch heute sieht man sie noch, zum Herbst hin oft bepflanzt mit in Form geschnittenen Eiben oder anderen immergrünen Gehölzen, zum Beispiel Lavendelheide (Pieris) oder Stechpalme (Ilex). Die Kombination aus lebendigem Grün und natürlich-warmem Erdton ist elegant und verbreitet ein mediterranes Flair.

Bild Picturegarden Rohner: Inmitten einer pflanzlichen Herbstfanfare wirkt die Stacheldrahtpflanze im hochgeschlossenen grauen Gefäss fast wie ein Exot, dabei ist die Realität genau umgekehrt…

Bild Picturegarden Rohner: Der zurückhaltende Einsatz von Farbe führt zu mehr Eleganz und Wertigkeit. Das weisse Chrysanthemen-Bäumchen fällt so erst recht auf.

Frosttauglichkeit der Gefässe beachten
Doch mittlerweile bestimmen andere Kübelmaterialien die Szene. Egal ob Fiberglas, Edel- und Cortenstahl, Zink, Polyrattan oder Beton, wer sie im Aussenraum aufstellt, muss auf ihre Witterungsbeständigkeit achten. Das gilt besonders für Fiberglasgefässe. Im Aussenbereich dürfen nur solche verwendet werden, die ohne Gesteinsbeimischung hergestellt wurden. Das gewährleistet, dass der Pflanzkübel absolut wasserdicht und somit frostfest ist. Hochwertige Pflanzgefässe haben ihren Preis. Wer ihn zahlt, kann sich über ein Gefäss freuen, das über Jahre Wind, Frost, Schnee und Sonne widersteht.

Bild Picturegarden Rohner: Der dunkel-aubergine «Kragen» des Purpurglöckchens setzt das Silbergrau des Stacheldrahts perfekt in Szene.

Bild Picturegarden Rohner: Die Winterrose namens ‘Ice N’Roses Picotée’ macht aus diesem Türwächter eine Offenbarung.

Pflanzentrends zum Jahresende
Minimalistisch oder romantisch verspielt, Pflanzkübel gibt es in einer riesigen Bandbreite an Farben, Grössen und Formen. Addiert man dazu die Vielfalt der möglichen Pflanzen, ergeben sich für jede Tür-, Haus- und Eingangssituation vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten. Diesen Herbst zeichnen sich zwei Trends ab: natürliche Raffinesse und schlichte Eleganz. Kombiniert werden entweder Ton-in-Ton-Kombinationen oder Weisstöne mit frischem Grün. Mini-Koniferen und herabhängendes Efeu sind die perfekten Partner für hohe, schlanke Betongefässe. Ein Plus an Munterkeit erhalten sie mit dem einen oder anderen Deko-Element. Zum silbergrauen Trend passt der Silberkopf Calocephalus, dessen Pflanzenkugeln aus stacheldrahtähnlichen Trieben gelungen mit moderner Architektur harmonieren.

Bild Picturegarden Rohner: Eleganz bei Pflanzenarrangements erzielt man, wenn man möglichst Ton-in-Ton arbeitet.

Bild Picturegarden Rohner: Die niederliegende Scheinbeere (Gaultheria) ist kurzwüchsig und kompakt, weshalb sie sich für kugelige Gestaltungsformen besonders anbietet . Trotz sehr dezenter Farbe wird dieses Bijou die Blicke auf sich ziehen.

Das Fachgartencenter weiss Rat
Bei Ton-in-Ton-Zusammenstellungen tut sich der Country-Stil mit seinen warmen Farben und natürlichen Deko-Artikeln – zum Beispiel Weidenkränze oder Tannenzapfen – hervor. Pflanzliche Stars sind natürlich vor allem Chrysanthemen in allen Farben und Formen. Aber auch Blattschmuck wie Purpurglöckchen (Heuchera, Heucherella), das neue Elephantenohr (Senecio ‘Angel Wings’), rotlaubiges Efeu, bronzefarbige Seggen, immergrüne Skimmien oder Christrosen. Um farbenfroh durch Herbst und Winter zu kommen, gibt es mehr als nur eine Pflanzenkombination. Hat die grün-weisse Gestaltung ihre Leuchtkraft verloren, erhält man im Fachgartencenter und in gut sortierten Gärtnereien hochwertigen Ersatz. Gepflanzt sind die Pflanzen im Nu. Da die Stauden und Minigehölze über die kalten Monate kaum wachsen, können sie einfach aus dem Gefäss entnommen und durch andere ersetzt werden. So lassen sich für jeden Standort abwechslungsreiche Gestaltungen erschaffen, die täglich aufs Neue freundlich willkommen heissen.

Bild Picturegarden Rohner: Geschickt kombiniert sorgen Blattschmuckpflanzen für dezente Eleganz.

Struktur fürs Gefäss: Senecio ‘Angel Wings’
Eine Entdeckung aus Chile sorgt für Aufregung unter Pflanzenenthusiasten: Die Senecio ‘Angel Wings’. Ihre besonderen Kennzeichen sind grosse, silbrig-weisse Blätter mit einer besonders flaumigen, weichen Textur. Die Gattung Senecio (Kreuz- oder Greiskräuter) ist mit weit über tausend Arten fast weltweit verbreitet. Als immergrüne Blattschmuckstaude ist ‘Angel Wings’ ein Blickfang in der Rabatte oder dem Pflanzgefäss. Sie bildet schnell kräftige Blattrosetten, wird etwa 40 Zentimeter hoch und breit und toleriert Trockenheit sehr gut. Am besten gedeiht sie an einem warmen, sonnigen Ort in voller Sonne mit gut durchlässiger Erde. Der Boden sollte mässig nährstoffreich sein. Da Senecio ‘Angel Wings’ bis -10° frostfest ist, lassen sich mit ihr besonders extravagante Türsteher-Kombinationen gestalten, die sich bis in den Winter halten.

Bild Picturegarden Rohner: In Kombination mit Traubenheide (Leucothoe), Purpurglöckchen (Heuchera) und Herbstsegge (Carex comans) wirken die silbergrauen ‘Angel Wings’ besonders extravagant.

Pflanzkübel winterfest machen
Im Winter müssen Gefässe im Aussenbereich einiges einstecken. An einem Tag Regen, am anderen Sonne, am dritten Schnee und am vierten Frost: Das bringt manchen Pflanzenbehälter an seine Grenzen. Selbst das Gefäss, das als garantiert witterungsbeständig gekauft wurde, kann Schaden nehmen. Um dem vorzubeugen, helfen folgende Massnahmen:

  • Giess- und Regenwasser muss gut ablaufen können. Daher sollte geprüft werden, ob die Tonscherbe zuunterst im Gefäss noch sitzt und sich die Drainage nicht verdichtet hat.
  • Untersetzer entfernen. Das beugt der Gefahr vor, dass sich Wasser sammelt, das gefrieren kann.
  • Kleine Standfüsse unterlegen. So kann Regenwasser schneller ablaufen.
  • Kälteschutz vornehmen. Ein um das Gefäss gewickelter Jutesack sieht gut aus und schützt vor der Wintersonne. Dies reduziert starke Temperaturwechsel an der Materialoberfläche, was der Materialermüdung vorbeugt.
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